Was ist Spezialitätenkaffee?

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In den letzten Jahrzehnten hat sich die Kaffeewelt erheblich verändert. Was einst als Massenware galt, wird heute für seine außergewöhnliche Qualität, klare Herkunft und nachhaltige Produktion geschätzt.
Spezialitätenkaffee, auch als Specialty Coffee bekannt, ist mehr als nur ein Getränk. Er bietet eine sensorische Reise und würdigt die Arbeit aller Beteiligten – vom Kaffeebauern bis zum Barista.

In diesem Blogartikel möchte ich Dir einen umfassenden Einblick in die Welt des Spezialitätenkaffees geben und erläutern, wie man als Konsument erkennen kann, ob man wirklich einen Spezialitätenkaffee in den Händen hält.

Die Entstehung der Specialty Coffee-Bewegung

Die Specialty Coffee-Bewegung startete in den 1970er Jahren, als Erna Knutsen den Begriff „Specialty Coffee“ prägte. Sie erkannte, dass spezifische Mikroklimata einzigartige und hochwertige Kaffeebohnen hervorbringen können. Diese Idee, Kaffee als Produkt mit individuellem Geschmacksprofil zu betrachten und nicht nur als Massenware, legte den Grundstein für die Specialty Coffee-Bewegung.

Erna Knutsen prägte zuerst den Begriff "Specialty Coffee"

In den 1960er Jahren entstanden in den USA die ersten Röstereien und Cafés, die sich auf hochwertige Kaffeebohnen spezialisierten. Alfred Peet gilt als ein Pionier dieser Entwicklung. Seit den 2000er Jahren wächst die Bedeutung von Spezialitätenkaffee stetig, mit einem verstärkten Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit.


Was macht Spezialitätenkaffee aus?

Die Specialty Coffee Community engagiert sich leidenschaftlich für herausragende Qualität, Nachhaltigkeit und faire Handelspraktiken. Ihre Mission ist es, die besten Kaffees der Welt zu produzieren, während gleichzeitig die Lebensbedingungen der Kaffeebauern verbessert und die Umwelt geschützt werden. Ihr Ziel ist eine transparente und nachhaltige Kaffeewirtschaft, in der alle Beteiligten fair behandelt werden und die Qualität des Kaffees stets im Mittelpunkt steht.

Anbau und Verarbeitung

Spezialitätenkaffee wird in spezifischen Mikroklimata angebaut, die ideale Wachstumsbedingungen bieten. Die Kaffeepflanzen werden sorgfältig gepflegt und von Hand geerntet, um sicherzustellen, dass nur die besten Bohnen ausgewählt werden. Nach der Ernte erfolgt eine präzise Verarbeitung und Trocknung der Bohnen. Dieser Prozess erfordert umfassende Kenntnisse und Erfahrung, um sicherzustellen, dass die Bohnen frei von Defekten sind und ihr einzigartiges Geschmacksprofil bewahren.

Verarbeitungsmethoden

Die Verarbeitung der Kaffeebohnen spielt eine entscheidende Rolle für den Geschmack des Endprodukts. Es gibt mehrere Verarbeitungsmethoden, die jeweils unterschiedliche Geschmacksprofile erzeugen.

  • Gewaschene Methode (Washed Process):
    Bei dieser Methode werden die Kaffeekirschen entpulpt und die Bohnen fermentiert, um die restliche Fruchtschicht zu entfernen. Anschließend werden die Bohnen gewaschen und getrocknet. Diese Methode führt zu einem sauberen, hellen Geschmack mit klaren, lebendigen Noten. Typische Aromen sind Zitrusfrüchte, Beeren und florale Noten wie Jasmin.
  • Natürliche Methode (Natural Process):
    Hierbei werden die Kaffeekirschen im Ganzen getrocknet, ohne dass das Fruchtfleisch entfernt wird. Dies führt zu einer natürlichen Fermentation und erzeugt komplexe, fruchtige Aromen. Der Geschmack ist oft süß, komplex und manchmal weinartig. Typische Aromen sind tropische Früchte wie Mango und Ananas, Beeren wie Erdbeere und Blaubeere sowie fermentierte Fruchtnoten.
  • Honey Process:
    Diese Methode ist eine Zwischenstufe zwischen der gewaschenen und der natürlichen Methode. Die Kaffeekirschen werden entpulpt, aber ein Teil des Fruchtfleisches bleibt an den Bohnen haften, während sie trocknen. Dies führt zu einer süßeren und komplexeren Geschmacksnote. Typische Aromen sind Karamell, Honig, Steinfrüchte wie Pfirsich und Aprikose sowie milde Fruchtigkeit.
  • Anaerobe Fermentation:
    Bei dieser neueren Methode werden die Kaffeekirschen in einem sauerstofffreien Umfeld fermentiert, was zu exotischen Aromen wie tropischen Früchten und Gewürzen führen kann. Der Geschmack ist sehr exotisch und komplex. Typische Aromen sind tropische Früchte wie Ananas und Passionsfrucht, Gewürze wie Zimt und Nelken sowie manchmal florale und kräuterartige Noten.
  • Carbonic Maceration:
    Diese Methode ähnelt der anaeroben Fermentation, jedoch werden die Kaffeekirschen in einem mit Kohlendioxid gefüllten Behälter fermentiert. Dies führt zu einzigartigen, oft fruchtigen und floralen Aromen. Typische Aromen sind reife Früchte, Beeren, florale Noten und manchmal auch würzige Anklänge.
  • Pulped Natural Process:
    Ähnlich wie die Honey Process-Methode, aber die Bohnen werden schneller getrocknet. Dies führt zu einer Balance zwischen fruchtig und sauber, weniger süß als die Honey Process. Typische Aromen sind Nüsse, Schokolade und leichte Fruchtnoten.
  • Wet-Hulled Process (Giling Basah):
    Häufig in Indonesien verwendet. Die Kaffeebohnen werden nach einer kurzen Fermentation nass geschält und anschließend getrocknet. Diese Methode erzeugt ein erdiges, kräftiges Geschmacksprofil mit geringer Säure. Typische Aromen sind Erde, Holz und Gewürze.
  • Experimental Processes: Hierzu zählen verschiedene innovative Methoden, die oft durch die Kombination oder Variation der traditionellen Prozesse entstehen. Der Geschmack ist sehr variabel, je nach experimenteller Methode können sie von ungewöhnlich fruchtig bis hin zu würzig und exotisch reichen.

Röstung

Die Röstung ist ein entscheidender Schritt in der Verarbeitung von Spezialitätenkaffee, da sie den Geschmack, das Aroma und die Qualität maßgeblich beeinflusst. Im Gegensatz zur industriellen Röstung, die oft schnell und bei hohen Temperaturen erfolgt, wird Spezialitätenkaffee langsam und sorgfältig geröstet, um das volle Geschmackspotenzial der Bohnen zu entfalten.
Der Röstprozess lässt sich in drei Hauptphasen unterteilen:

  1. Trocknung:
    Feuchtigkeit wird entzogen, die Bohnen erwärmen sich und wechseln ihre Farbe von grün zu gelb.
  2. Maillard-Reaktion:
    Zwischen 150 und 200°C reagieren Zucker und Aminosäuren, wodurch Aromastoffe gebildet und die Bohnen gebräunt werden.
  3. Entwicklung:
    In dieser Phase entwickeln sich die Aromen weiter, die Bohnen erreichen ihre endgültige Farbe und ihr charakteristisches Geschmacksprofil.

Specialty Coffee-Röster bevorzugen oft schonende Röstverfahren wie die Trommelröstung. Dabei werden die Bohnen in einer sich drehenden Trommel gleichmäßig erhitzt. Die Röstdauer und -temperatur werden sorgfältig überwacht, um den optimalen Röstgrad für jede Kaffeesorte zu erreichen.

Röstprofile:
Unterschiedliche Bohnen erfordern spezifische Röstprofile. Ein Röstprofil legt die exakten Temperaturen und Zeiten fest, die während des Röstprozesses verwendet werden. Durch die Anpassung des Röstprofils an die jeweilige Bohne können Röster bestimmte Geschmacksnoten hervorheben oder abmildern.

Leichte Röstung (Light Roast):
Betont natürliche, oft fruchtige und blumige Aromen. Ideal für Kaffees mit komplexen Geschmacksprofilen. Zum Beispiel kann ein äthiopischer Sidamo mit Noten von Jasmin und Zitrusfrüchten bei leichter Röstung optimal zur Geltung kommen.

Mittlere Röstung (Medium Roast):
Bietet eine Balance zwischen den natürlichen Aromen der Bohnen und den durch die Röstung erzeugten Aromen. Reichhaltig und ausgewogen. Ein kolumbianischer Kaffee könnte bei mittlerer Röstung Noten von Schokolade und Nüssen zeigen.

Dunkle Röstung (Dark Roast):
Betont die durch die Röstung erzeugten Aromen wie Schokolade und Nüsse. Weniger Säure und ein kräftigerer Körper. Beispielsweise kann ein brasilianischer Santos bei dunkler Röstung kräftige Noten von Kakao und Gewürzen entfalten.

Moderne Rösttechnologien:
Moderne Röstmaschinen bieten präzise Steuerungsmöglichkeiten für Temperatur und Zeit, was im Specialty Coffee-Sektor von großer Bedeutung ist. Diese Technologien ermöglichen es den Röstern, konsistente Qualität zu gewährleisten und die besten Geschmacksprofile herauszuarbeiten. Zum Beispiel können computergesteuerte Röstmaschinen die Temperaturkurven genau überwachen und anpassen, um sicherzustellen, dass jede Charge Kaffee gleichmäßig und perfekt geröstet wird.


Die Beziehung zu den Kaffeebauern

Eine der zentralen Säulen der Specialty Coffee-Bewegung ist die direkte und langfristige Beziehung zu den Kaffeebauern. Diese Beziehungen basieren auf Vertrauen, Transparenz und fairen Handelspraktiken. Der direkte Handel ermöglicht es Röstern und Bauern, eng zusammenzuarbeiten, um die Qualität des Kaffees zu verbessern und nachhaltige Anbaumethoden zu fördern. Dies führt zu besseren Lebensbedingungen für die Bauern und sorgt für eine höhere Qualität und Konsistenz des Kaffees.

Handelsprozess

Im Specialty Coffee-Bereich gibt es verschiedene Handelsprozesse, die sich von denen des konventionellen Kaffeehandels unterscheiden. Die wichtigsten Modelle sind:

  • Fair Trade:
    Ein zertifiziertes System, das die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern verbessert. Es stellt sicher, dass Bauern faire Preise, sichere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz erhalten. Bauern bekommen einen garantierten Mindestpreis sowie eine Fair Trade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte.
  • Direkter Handel (Direct Trade):
    Specialty Coffee-Röster bevorzugen oft den direkten Handel mit Kaffeebauern, um die Kaffeequalität besser zu kontrollieren und faire Preise sicherzustellen. Dies fördert langfristige Partnerschaften und nachhaltige Anbaumethoden. Beispielsweise können Röster vor Ort sehen, wie die Bohnen angebaut und geerntet werden, und direkt Feedback geben.
  • Transparenz und Rückverfolgbarkeit:
    Ein zentraler Aspekt des Specialty Coffee ist die Transparenz in der Lieferkette. Konsumenten können oft nachvollziehen, woher ihr Kaffee stammt und wie er verarbeitet wurde. Dies schafft Vertrauen und ermöglicht bewusste Kaufentscheidungen. Ein QR-Code auf der Verpackung kann direkt zur Plantage führen, wo der Kaffee angebaut wurde.
  • Nachhaltigkeit:
    Die Specialty Coffee-Bewegung ist eng mit Nachhaltigkeit und fairen Handelspraktiken verbunden. Viele Specialty Coffee-Röster und -Cafés legen großen Wert auf direkte, langfristige Beziehungen zu den Kaffeebauern. Faire Preise und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften verbessern die Lebensbedingungen in den Anbauregionen. Umweltschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Schattenbäume bieten den Kaffeepflanzen ein ideales Mikroklima und dienen als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Viele Specialty Coffee-Produzenten setzen auf biologischen Anbau und verzichten auf Pestizide und Herbizide.

Zertifizierungen und Standards

Viele Specialty Coffee-Produzenten setzen auf Zertifizierungen, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Standards garantieren und den Konsumenten zusätzliche Sicherheit bieten:

  • Fair Trade:
    Fokus auf faire Preise, sichere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz. Bauern erhalten einen garantierten Mindestpreis und eine Fair Trade-Prämie.
  • Rainforest Alliance:
    Zertifizierte Kaffeebauern müssen strenge Standards in Bezug auf Waldschutz, Biodiversität und den Einsatz von Pestiziden einhalten. Diese Zertifizierung legt den Schwerpunkt auf Umweltschutz und nachhaltige Landwirtschaft.
  • UTZ Certified:
    Ein Programm für nachhaltige Landwirtschaft, das Standards für gute Anbaumethoden, sichere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz setzt. UTZ-zertifizierte Bauern erhalten Schulungen und Unterstützung, um ihre Produktivität und Kaffeequalität zu verbessern.
  • Bio-Zertifizierung:
    Bio-zertifizierter Kaffee wird ohne synthetische Düngemittel und Pestizide angebaut. Bauern nutzen natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung und Bodenfruchtbarkeit. Diese Kaffees sind sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit der Bauern und Verbraucher vorteilhaft.

Kritik an Zertifizierungen

Obwohl Zertifizierungen wie Fairtrade, Rainforest Alliance und UTZ wichtige Schritte in Richtung Nachhaltigkeit und Fairness darstellen, gibt es auch kritische Stimmen, die deren Effektivität und Transparenz hinterfragen:

  • Begrenzte Wirksamkeit:
    Studien zeigen, dass Zertifizierungen oft nur begrenzte Auswirkungen auf das Einkommen und die Lebensbedingungen der Kaffeebauern haben.

  • Hohe Kosten:
    Die Kosten für Zertifizierungen und die Einhaltung der Standards können für kleinere Produzenten eine erhebliche Belastung darstellen.

  • Mangelnde Transparenz:
    Kritiker bemängeln, dass einige Zertifizierungssysteme nicht transparent genug sind und die Einhaltung der Standards nicht immer ausreichend überwacht wird.

  • Alternative Ansätze:
    Einige Specialty Coffee-Röster bevorzugen Direct Trade, bauen direkte, langfristige Beziehungen zu den Kaffeebauern auf, zahlen höhere Preise und fördern bessere Arbeitsbedingungen.

Trotz dieser Kritikpunkte können Zertifizierungen die Nachhaltigkeit und Fairness in der Kaffeeindustrie verbessern. Es ist jedoch wichtig, die Grenzen zu erkennen und alternative Ansätze wie Direct Trade zu berücksichtigen.


Bewertungskriterien für Spezialitätenkaffee

Kaffeeexperten bewerten Spezialitätenkaffee nach internationalen Standards, den sogenannten Cupping Scores. Diese helfen Konsumenten, die Kaffeequalität besser einzuschätzen. Ein Kaffee mit einem hohen Cupping Score wird als besonders hochwertig angesehen und bietet außergewöhnliche Aromen und Geschmacksnoten.

Die Specialty Coffee Association (SCA) hat ein Bewertungssystem entwickelt, das die Qualität von Rohkaffee anhand einer Punkteskala von 0 bis 100 bewertet. Kaffee, der mehr als 80 Punkte erreicht, wird als Specialty Coffee eingestuft. Die Bewertung erfolgt durch professionelle Kaffeetester, sogenannte Q-Grader, die den Kaffee nach verschiedenen Kriterien bewerten:

  • Aroma:
    Der Duft des frisch gebrühten Kaffees.
  • Geschmack:
    Der Gesamteindruck des Kaffees auf der Zunge.
  • Nachgeschmack:
    Wie lange und angenehm der Geschmack nach dem Schlucken bleibt.
  • Säure:
    Die Helligkeit und Lebendigkeit des Geschmacks.
  • Süße:
    Natürliche Süße ohne Bitterkeit.
  • Körper:
    Das Gefühl des Kaffees im Mund, von leicht bis schwer.
  • Ausgewogenheit:
    Wie gut die verschiedenen Geschmacksnoten harmonieren.
  • Sauberkeit (Clean Cup):
    Die Reinheit und Klarheit des Geschmacks ohne negative Untertöne.
  • Einheitlichkeit (Uniformity):
    Konsistenz der Qualität über mehrere Proben hinweg.
SCA Scoring Sheet

Kaffees mit 90 bis 100 Punkten gelten als außergewöhnlich, während Kaffees mit 85 bis 89,99 Punkten als exzellent und solche mit 80 bis 84,99 Punkten als sehr gut eingestuft werden.

Die Rolle der Specialty Coffee Association (SCA) und Q-Grader

Die Specialty Coffee Association (SCA) spielt eine zentrale Rolle in der Specialty Coffee-Industrie. Sie setzt Standards für die Bewertung und Qualitätssicherung von Kaffee und bietet Schulungen und Zertifizierungen für Kaffeefachleute an. Ein wichtiger Bestandteil dieser Standards ist das Cupping-Protokoll, das eine objektive Bewertung der sensorischen Eigenschaften des Kaffees ermöglicht.Q-Grader sind speziell ausgebildete und zertifizierte Kaffeetester, die in der Lage sind, die Qualität von Rohkaffee präzise zu bewerten. Sie durchlaufen eine intensive Ausbildung und müssen ihre Zertifizierung alle drei Jahre erneuern. Q-Grader bewerten Kaffee nach strengen Kriterien und tragen so zur Sicherstellung der hohen Qualitätsstandards in der Specialty Coffee-Industrie bei.

Cupping: Die Kunst des Kaffeeverkostens

Cupping ist ein standardisiertes Verfahren zur sensorischen Bewertung von Kaffee, das weltweit von Fachleuten verwendet wird. Der Prozess beginnt mit dem Mahlen der Kaffeebohnen und dem Aufgießen mit heißem Wasser. Mit speziellen Löffeln wird der Kaffee verkostet, wobei Attribute wie Aroma, Geschmack, Körper, Säure und Nachgeschmack bewertet werden. Cupping hilft dabei, die Qualität und die unterschiedlichen Geschmacksprofile des Kaffees präzise zu bestimmen und bietet eine Grundlage für die Bewertung und den Vergleich verschiedener Kaffeesorten.

Cupping Event


Cupping wird in verschiedenen Phasen der Kaffeeproduktion und -verarbeitung durchgeführt:

  • Beim Produzenten: 
    Um die Qualität der Ernte zu überprüfen und eventuelle Mängel zu identifizieren.
  • Beim Importeur: 
    Um die Qualität der gelieferten Chargen zu bewerten und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entsprechen.
  • Beim Röster: 
    Um das optimale Röstprofil für jede Kaffeesorte zu bestimmen und die Konsistenz der Röstungen zu gewährleisten.
  • In speziellen Cupping-Sessions oder Labors: 
    Um Kunden die Möglichkeit zu geben, verschiedene Kaffees zu probieren und mehr über die Geschmacksprofile zu lernen.
    Diese Sessions dienen Bildungszwecken und fördern das Verständnis für Kaffee.

Wie erkennt man Spezialitätenkaffee als Konsument?

Um sicherzustellen, dass man wirklich Specialty Coffee in den Händen hält, sollten Konsumenten auf folgende Merkmale achten:

Spezialitätenkaffee von KAFFEEKOMMUNE
  • Verpackungsinformationen:
    Die Verpackung sollte detaillierte Informationen über die Herkunft, das Röstdatum, die Anbauhöhe, die Sorte des Kaffees und den Fermentationsprozess enthalten.
  • Bewertung:
    Specialty Coffee sollte eine Bewertung von mindestens 80 Punkten haben. Diese Information wird oft auf der Webseite eines Anbieters angegeben.
  • Transparenz:
    Seriöse Anbieter von Specialty Coffee legen großen Wert auf Transparenz und geben detaillierte Informationen über die Lieferkette und die Bedingungen, unter denen der Kaffee angebaut und verarbeitet wurde.
  • Geschmack:
    Specialty Coffee zeichnet sich durch komplexe, exotische und unverwechselbare Aromen aus.
  • Preis:
    Specialty Coffee ist in der Regel teurer als herkömmlicher Kaffee. Dies liegt an den höheren Kosten für Anbau, Verarbeitung und Qualitätskontrolle. Der höhere Preis spiegelt die Qualität und die nachhaltigen Praktiken wider, die in die Produktion des Kaffees einfließen.

Spezialitätenkaffee vs. Industrieller Kaffee

Spezialitätenkaffee unterscheidet sich grundlegend von industriellem Kaffee in mehreren Aspekten:

  • Qualität:
    Spezialitätenkaffee wird sorgfältig angebaut, verarbeitet und geröstet, um ein hochwertiges Endprodukt zu erzielen. Industrieller Kaffee wird in großen Mengen mit Fokus auf Effizienz produziert.
  • Geschmacksprofil:
    Spezialitätenkaffee bietet komplexe, nuancierte Aromen, von fruchtig und blumig bis hin zu Schokolade und Nüssen. Industrieller Kaffee hat oft ein einheitliches, weniger ausgeprägtes Geschmacksprofil.
  • Nachhaltigkeit:
    Specialty Coffee-Röster setzen auf nachhaltige Anbaumethoden und faire Handelspraktiken, während diese bei industriellem Kaffee oft weniger im Vordergrund stehen.
  • Röstung:
    Spezialitätenkaffee wird in kleinen Chargen und mit großer Sorgfalt geröstet, um optimale Geschmacksprofile zu erzielen. Industrieller Kaffee wird in großen Mengen und bei hohen Temperaturen geröstet, was zu einem einheitlichen, aber weniger komplexen Geschmack führt.

Fazit

Spezialitätenkaffee ist mehr als nur ein Getränk – es ist eine Reise für die Sinne und eine Bereicherung für jeden Tag.
Tauche ein und entdecke die faszinierende Welt des Spezialitätenkaffee, die nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch ihre nachhaltigen und fairen Praktiken beeindruckt.



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